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Für ein silbernes Zeitalter, in welchem wir gern alt werden wollen

Am 23. und 24. Oktober 2020 fand zum ersten Mal der Hackathon für Altern und Pflege statt, als hybrides Veranstaltungsformat in den Räumlichkeiten des neu eröffneten Impact Hub Leipzig und digital. Die Premiere des Events stand unter dem Motto „Aufbruch in ein silbernes Zeitalter“, welches als Kooperation zwischen WIG2-Institut und Impact Hub Leipzig unter der Schirmherrschaft der Bundespflegekammer organisiert wurde. Mit insgesamt 60

Teilnehmern vor Ort und digital wurde die Erstauflage als Erfolg gefeiert.

 

Am Freitag Mittag eröffnete Martin Blaschka vom WIG2-Institut zusammen mit Martin Jähnert vom Impact Hub Leipzig die Veranstaltung. Ein Highlight des Auftakts war der Impulsvortrag von Dagmar Hirche, der Gründerin des Vereins Wege aus der Einsamkeit. Durch ihre zahlreichen Erfahrungen vermittelte sie den Teilnehmern einen Einblick in ihre Arbeit mit der Generation 65+. Frau Hirche appellierte besonders, diese nicht als homogene Gruppe wahrzunehmen, sondern als vielfältig interessierte Menschen. Anschließend wurden die Problemstellungen von den Partnern vorgestellt, für die während des Ideenmarathons Lösungungsansätze entwickelt werden sollten.

 

Die Challenge 1, vorgestellt von Toni Holzapfel von der BKK VBU, beschäftigte sich mit der Fragestellung „Wie entwickeln wir ein lokales Netzwerk und eine Struktur aus relevanten Partnern, um Digitalkompetenz und digitale Gesundheitskompetenzen aufbauen und stärken zu können?“

Die Challenge 2, eingebracht von match.care, fokussierte den Personalmangel an Pflegekräften als Thema und sollte Antworten auf die Frage finden, wie sich der gesamte Recruiting- und Onboardingprozess des Pflegepersonals mithilfe einer digitalen Plattform darstellen und integrieren lässt.

Bei Challenge 3, präsentiert von David Martin von Martin.Care, bestand die Herausforderung darin, ein ganzheitliches Bewertungssystem für Innovationen und Optimierungen im Pflegebereich zu entwickeln.

Challenge 4 zum Thema “Potentiale eines NAO-Roboters für die Pflege” wurde von der TDG - Translationsregion für digitalisierte Gesundheitsversorgung - vorgestellt und befasste sich mit der Frage: “Welche Einsatzfelder, über die bekannte Anwendung mit „NAO“ hinaus, sind im Pflegealltag denkbar und sinnvoll?”

 

Die Teilnehmer:innen fanden sich in verschiedenen Teams zur Bearbeitung der Fragen zusammen, wobei die Teams vor Ort durch digitale Teilnehmer:innen verstärkt wurden. Nach einigen Stunden fanden sich alle zum “Pizza Pitch” zusammen, teilten ihre Ansätze und gaben einander Hinweise und Anregungen. Teils wurde bis spät in die Nacht weitergetüftelt, bevor am zweiten Tag die Konzepte finalisiert wurden.

 

Die Abschlussveranstaltung leitete Seriengründerin Silke Kopp mit ihrer Keynote über Mut zur Veränderung im Gesundheitswesen ein, bevor fünf Teams ihre in den letzten 24 Stunden entwickelten Ideen vorstellten. Während Randy Kurz von der Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig den Teams aufzeigte, wie sie mit ihren Ideen nach dem Hackathon weiter vorankommen können, entschied die Jury über die Preiswürdigkeit in drei Kategorien. Im Namen der Jury verlieh Andreas Hübner vom Sozialamt der Stadt Leipzig den Preis für die beste Innovation an Team “Anna & Erna”, die an Challenge 1 gearbeitet hatten. Sie hatten während des Hackathons eine soziale Innovation entwickelt, welche bessere Zugänge zu digitalen Angeboten durch das Teilen von WLAN-Zugängen mit Senior*innen ermöglichen möchte. Den Preis für die beste Umsetzbarkeit verlieh Dagmar Hirche von Wege aus der Einsamkeit e.V. an ein Team mit Bezug zu Challenge 4, das ohne Vorkenntnisse innerhalb weniger Stunden den NAO-Roboter auf realistische Szenarien im Pflegekontext einrichtete. Den Preis für den größten Gesellschaftlichen Mehrwert verlieh Denny Paulicke von der Universität Halle an das Team “Digitale Paten” aus Challenge 1, das neue Zielgruppen

besonders gut zu erreichen verspricht, indem pflegende Angehörige befähigt werden. Dieses Team hatte sich ebenfalls den per Applausometer vergebenen Publikumspreis gesichert. Die Pokale waren aber nicht der einzige Ansporn für eine Teilnahme - neben neuen Kontakten und Erkenntnissen entstanden auch erste neue Kooperationsansätze zwischen den Akteuren aus verschiedenen Sektoren.

Der nächste Hackathon für Altern und Pflege ist für den 23. und 24. September 2021 geplant, Kooperationsanfragen nehmen Martin Blaschka von WIG2 und Martin Jähnert von Impact Hub Leipzig bereits entgegen.

Für die erfolgreiche Umsetzung 2020 bedanken sich die Organisatoren bei allen Partnern und Ermöglichern, allen voran der Stadt Leipzig, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, Martin.Care und der BKK VBU.

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